
Fam. Erna & Oskar Grüner aus
Umhausen/Tirol
Familie als Berufung heißt für uns ...
„... Wir helfen einander so zu werden, wie Gott uns erdacht hat. Wir wollen einander stärken, uns gegenseitig Mut zusprechen, Liebe schenken, Freude leben und weitergeben und dankbar sein. - Mit Jesus und Maria in unserer Mitte.“
Gedanken zur neuen Jahresparole der Schönstatt-Bewegung Österreich:
Herzen gewinnen - Schönstatt bauen
Wem ist denn diese neue Jahresparole eingefallen? Sind die jetzt komplett durchgedreht, diese Schönstätter? Jetzt wollen sie Herzen gewinnen, nur um Schönstatt aufzubauen. Das klingt ja alles irgendwie sehr egoistisch, berechnend und provokant!
Der nächste Blick fällt auf das neue Jahresgebet:
Lieber Pater Kentenich, du möchtest Menschen zum Vater führen. Du schaust uns liebevoll an und willst unser Herz gewinnen. Wir sagen neu und entschieden JA zu dem, was du durch uns in Schönstatt wirken möchtest.
So wie die Gottesmutter im Heiligtum die jugendlichen Herzen an sich zieht und zu Mitarbeitern für ihre große Sendung macht, so wollen auch wir an der Heiligen Stadt bauen und damit der Kirche Modellfälle für die Zukunft schenken.
Was zählt ist der nächste konkrete Schritt. Du brauchst uns um Schönstatt zu bauen. Schenke uns von deiner Gabe, Menschen in ihrer Originalität anzunehmen und jedem das zu geben, was er braucht. So kann Freundschaft wachsen.
Wir stehen in deinem Licht und sagen mit dir und durch dich: Herzen gewinnen – Schönstatt bauen
Pater Kentenich in Milwaukee - die Vorgeschichte
Ostern 2011 – 33 Österreicher fahren gemeinsam nach Milwaukee. Sie treffen dort Menschen, die Pater Kentenich persönlich erlebt haben, die erzählen, wie die Begegnung mit ihm ihr Leben verändert hat und wie sie die Bindung an ihn ganz tief zum lieben Gott geführt hat.
Wir dürfen Videos von dieser Reise sehen und sind tief beeindruckt, wie lebendig dieses Erleben nach mittlerweile 50 Jahren bei diesen Menschen ist, die zum Teil schon sehr alt und schwer krank sind. Ihre Augen leuchten, wenn sie vom „Vater“ sprechen, der mit seinem liebevollen Blick und seiner Fähigkeit, ganz für sie da zu sein, ihre Herzen gewonnen hat.
Schön langsam wird deutlicher, was das Wort "gewinnen" meint …
Pater Alexander Menningen - der engste Weggefährte
Ein anderes Blitzlicht: Da ist ein Priester, wohl der engste Vertraute von Pater Kentenich, der ihm treu zur Seite steht und mit ihm Schönstatt aufbaut. Einmal wird er von jemandem gefragt: „Wie geht es Ihnen damit, immer im Schatten eines anderen zu stehen?“ Die Antwort von P. Menningen: „Ich stehe nicht in seinem Schatten, ich stehe in seinem Licht.“
Lassen Sie die Antwort ein wenig auf sich wirken, bevor Sie weiterlesen. Sie lässt etwas von der Fähigkeit Pater Kentenichs erahnen, Menschen in ihrer Originalität ganz auf- und anzunehmen und sie so zu Gott zu führen.
Aha-Erlebnis – ein großer Auftrag
Plötzlich klingt da nichts mehr berechnend: P. Kentenich will unsere Herzen gewinnen, er will, dass wir an seiner großen Sendung mitbauen und so das Klima in unserer Umgebung verbessern. Wenn wir unser Herz an P. Kentenich binden, dann binden wir es auch an die Gottesmutter und an Schönstatt. Das eine schließt das andere mit ein, denn das Herz des Gründers ist Schönstatt.
P. Kentenich wollte der Kirche mit Schönstatt einen Modellfall für die Zukunft schenken. Schönstatt ganz im Herzen der Kirche – das war seine Vision.
Praktische Fragen drängen sich auf
Aber wie bauen wir jetzt Schönstatt in Österreich. Wie geht das ganz konkret? Und wie gewinnen wir Herzen für den Bau der Heiligen Stadt, die nicht das Gefühl haben, wir möchten sie ausnützen und für unsere Ideen einspannen?
Die Antwort scheint einfach: Pater Kentenich möchte mit dieser Jahresparole ein neues, entschiedenes und ganz echtes JA von jedem einzelnen zu den Aufgaben, die ihm der liebe Gott stellt. Das scheint für uns in Österreich dran zu sein. Die Gottesmutter schenkt uns im Heiligtum die Gnaden der Beheimatung, der Wandlung und der apostolischen Fruchtbarkeit. Wenn wir uns in diesen Gnadenstrom hineinziehen lassen, wird in diesem Jahr etwas mit unseren eigenen Herzen passieren und so auch mit den Herzen der Menschen, mit denen wir verbunden sind.
Die Frage bleibt: Können wir diese Jahresparole weitersagen? Werden wir da richtig verstanden? Unsere Überzeugung wächst: Wir können und müssen sie weitersagen! Der große Auftrag wird immer deutlicher. Die Herausforderung bleibt - wir müssen wohl immer wieder neu erklären, was wir darunter verstehen. Und vor allem müssen wir uns selbst ganz ehrlich der Frage stellen, was der liebe Gott gerade uns damit sagen möchte. Dieser Brief ist ein erster Versuch in diese Richtung …
Wir bitten die Gottesmutter, dass sie dafür sorgt, dass Pater Kentenich in diesem Jahr in vielen Herzen Raum bekommt. Wir bauen an seiner Hand an Schönstatt weiter und bitten P. Kentenich, dass er so das eine oder andere Herz für Schönstatt aufschließt.
Einen schönen Sommer wünschen
Susi & Max Mitter

Erscheint 4x jährlich. Richtpreise für ein Jahresabo 2011:
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Impressum
Familie als Berufung
ISSN: 1682-3133
Medieninhaber & Verleger: FAB-Verein
Herausgeber: Ingeborg & Richard Sickinger
Gesamtredaktion & Layout: Susi und Max Mitter
Alle: Schönstatt am Kahlenberg, 1190 Wien
Email: familie.als.berufung@schönstatt.at
Redaktionsteam für 2010/11: Familie Aichner, Familie Höllwerth, Familie Kollmann, Familie Lilek, Familie Mitter, Familie Umschaden, Familie Zöhrer
Kernteam für 2010/11: Familie Mitter, Familie Umschaden
„Gute Geister“: Fam. Schiffl (Arbeitsmaterial),
Fam. Sickinger (Vertiefungstreffen)
Grafik: Wolfgang Krisai,
Fotos: Bruno Mucha, Christiana Riedl, Fam. Kräftner, Toni Lilek, Fam.Mitter,Jerko Malinar (Crosspress), Archiv
Korrektur: Barbara Aichner, Rita Kollmann
Vertrieb und Bestellungen: Fam. Fellhofer, Klivieng. 82/22, 1220 Wien, Tel: 01/282 71 57, Email: fellhofer@schoenstatt.at
Druck: PrintOn, Johann Seiberl, www.print-on.at Nachdruck: Nach Rücksprache & mit Quellenangabe möglich.