Ein Ehepaar, das seit 28 Jahren verheiratet ist und 2 erwachsene Söhne und Töchter hat, war auf der 1. kroatischen Familientagung und gibt ein Interview:

Wie habt ihr von der Familientagung in Pazin (Istrien) erfahren? 

Sie: Wir haben ziemlich spontan davon erfahren. Unsere Freunde, ein Ehepaar aus dem 1. Kurs der kroatischen Akademie für Familienpädagogik, haben uns davon erzählt.
Sie haben uns auch schon früher von Schönstatt berichtet. Am Anfang waren wir aber gegenüber der Schönstatt- Muttergottes ziemlich skeptisch. Doch mir gefiel, wie sie erzählten, dass die Gottesmutter die Aufgabe hat, die Familie zu verbinden. Es berührte mich immer, dass sie uns nie zu etwas drängten.
Bei einem der Treffen haben wir auch ein österreichisches Ehepaar kennengelernt, das schon seit 15 Jahren mit anderen Ehepaaren arbeitet.
Als unser befreundetes Ehepaar voriges Jahr von einer Familienwoche in Pazin zurückkam, strahlte es wie ein frischverliebtes Ehepaar.  Sie klärten uns über die Akademie für Familienpädagogik auf, die ihnen so vieles beigebracht hatte. Das ist etwas, was die Ehe auffrischen kann, schon allein dadurch, dass man Zeit für sich und die Gemeinsamkeit hat. Als sie uns einluden, war ich überrascht. Ich dachte, es gebe irgendwelche besonderen Bedingungen um dazu zu kommen. Jetzt bin ich froh, dass wir dorthin gekommen sind.

Welche Früchte habt ihr mit nach Hause genommen?

Er: Hier haben wir erlebt,  jeder auf eine andere Art und Weise, wie wichtig das Gebet ist, beziehungsweise das gemeinsame Gebet. Es hält die Familie zusammen und gibt der Beziehung in der Familie eine andere Qualität und Stabilität. Das bedeutet Orientierung und Sicherheit. Ich habe gespürt, dass das notwendig ist und habe mich erinnert, dass uns Älteren das früher so beigebracht wurde und wir es auch praktiziert haben. Doch diese Praxis ging langsam verloren. Unabhängig voneinander haben alle Referenten betont, wie wichtig das gemeinsame Gebet ist.

Was braucht ihr für eine gute Qualität in der Ehe?

Sie: Unter anderem ist die Zeit für das Gespräch und das Gebet notwendig. Wichtig ist es, den Fernseher ausschalten zu können und zu sagen: Jetzt ist die Zeit für das Gebet. Immer finden wir eine Entschuldigung, dass das Gebet ausfällt.
Er: Die Geduld, dem anderen zuzuhören, ist notwendig. Aber nicht nur das, sondern noch viel mehr.

Was denkt ihr, wie könntet ihr jungen Ehepaaren helfen?

Sie: Wir sind bereit und ich glaube, dass vielleicht unsere Lebenserfahrung jemandem helfen kann, aber auch wir können von den Jüngeren lernen.

 

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