Na gut, wir wollten es probieren und so versuchen wir es nun seit einigen Jahren, wirklich wöchentlich einen Termin zu fixieren, das Handy abzuschalten, frei zu sein füreinander und einfach miteinander zu sprechen. Dabei gibt es Höhen und Tiefen, das Gespräch klappt manchmal besser, manchmal ist es schwieriger. Aber eines haben wir ganz sicher gemerkt: Durch diese Regelmäßigkeit und diese „Institutionalisierung“ haben wir es mit der Zeit immer besser gelernt, uns zu sagen, was uns wirklich ganz tief innen bewegt.
Quelle, um in Fühlung zu bleiben
Wir konnten uns schon bald Dinge erzählen, die uns echt schwergefallen sind, die wir sonst niemals irgendjemandem erzählen würden. Aber wir wissen, dass wir füreinander bestimmt sind und uns einander anvertrauen und auch einander zumuten dürfen. Wir haben während dieser Ehegespräche viel miteinander gelacht, aber auch miteinander geweint und wenn es nötig war, einfach miteinander geschwiegen.
Immer wieder mussten wir uns das Ehegespräch neu erkämpfen, am meisten nach der Geburt unseres ersten Kindes, aber auch bei Urlauben, Verwandtenbesuchen und manchmal auch im ganz normalen Alltag. Doch wir haben erkannt, dass für uns das Ehegespräch die Quelle ist, die es uns ermöglicht, miteinander in Fühlung zu bleiben, uns immer besser kennenzulernen und füreinander spannend zu bleiben. Außerdem ist das Ehegespräch auch einfach eine wunderschöne Zeit zu zweit für uns!