Ich fragte noch spontan, ob wir nicht bei der Andacht zuhause dem Lieben Gott Danke sagen wollen für alles, was so im letzten Jahr passiert sei. Alle waren gleich begeistert, also trug ich ihnen auf, dass sich jeder Dinge überlegen kann, für die er persönlich „Danke“ sagen möchte.
Als wir von der Kindermette heim kamen und uns zur Andacht zum Tisch setzten, waren die Kinder sehr unruhig und ich zweifelte schon, ob wir unser Programm vor der Bescherung überhaupt schaffen.
Als wir zum Dankgebet kamen, war die Unruhe wie weggeblasen, die Kinder gingen völlig darin auf, ihren Dank zu sagen und hörten gar nicht mehr damit auf. Als ich dann nach fünf Minuten meinte, dass wir nach dem Danke sagen noch ein Lied singen und dann die Bescherung statt findet, meinte eines der Kinder: „Aber ich hab noch soooooo viel, für das ich Danke sagen will.“
Alles ist wichtig
Also wurde die Bescherung nach hinten verlegt, wir Eltern kamen gar nicht dazu zu danken, da die Kinder nur so sprudelten, so kam „Danke für die Louisa.“ (die kleinste der Kinder, die letztes Jahr zu Weihnachten auf die Welt kam); „Danke für meinen Schulstart, und dass es mir so gut geht.“ - „ Danke für das Haus“, und dann meinte unser Zweitjüngster (3 Jahre): „DANKE für die Mama“ - und schnell sagte die Nächste „UND den Papa“. Ich und mein Mann saßen da völlig berührt von dieser Dankbarkeit, die so einfach und doch so ehrlich war. Ich fügte zum Abschluss hinzu: „Danke, dass wir euch haben“, und mein Mann schaute mich an und meinte: „Danke, dass ich dich habe.“
Wiederholung nächstes Jahr!
So hatten wir schon fast auf die Bescherung vergessen, denn wir fühlten uns alle reich beschenkt. Erst als ich noch mal daran erinnerte, dass es noch Geschenke gibt, waren die Kinder bereit, ihr Dankgebet einzustellen und zur Bescherung überzugehen.
Wir haben unterm Baum noch beschlossen jetzt jedes Jahr zu Weihnachten das Dankgebet bei der Andacht zuhause zu machen, denn es tat einfach so gut zu sehen, wie dankbar wir dem lieben Gott für das letzte Jahr sein können.