Bei uns war von Anfang an klar, dass die Schule die Sache der Kinder sein soll. Das heißt nicht, dass sie uns nicht wichtig ist, im Gegenteil, aber wir wollten nie, dass wir Eltern sagen: “Wir haben Schularbeit, wir haben Vokabeltest!“ Wir Eltern haben nix, wir sind mit der Schule schon fertig. Wenn unsere Kinder Prüfungen haben, helfen wir gern. Natürlich erinnern wir sie auch: „Du, nächste Woche ist die Matheschularbeit.“

Es klappt ganz gut, dass unsere Kinder selbst einschätzen können, wann sie unsere Hilfe brauchen. Englischvokabeln kann ein Volkschüler natürlich nicht allein lernen, da kommen sie zu mir. Und es macht ihnen Spaß, mit den neu gelernten Wörtern bei der Oma aufzutrumpfen, manchmal sogar dem Papa noch etwas beibringen zu können.

Wenn eine Grammatikschularbeit ansteht und das Kind meint, dass es alles kann, muss ich ihm vertrauen. Wenn es nicht so gut ausgeht, ist es sicher das nächste Mal bereit, mehr zu tun. Oder es kann freudestrahlend nach Haus kommen, wenn es gut gegangen ist und sagen: „Siehst, Mama, ich hab’s ja gewusst. ICH habe einen Einser auf die Schularbeit“ (und nicht WIR).

 

 

 

zurück...